Kampf gegen invasive Tapinoma-Ameisen in der Pfalz geht weiter

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Kampf gegen invasive Tapinoma-Ameisen in der Pfalz geht weiter

Mit steigenden Temperaturen sind in der Pfalz erneut Maßnahmen gegen die invasive Ameisenart Tapinoma magnum angelaufen. Nach dem Ende der Winterruhe haben mehrere betroffene Kommunen ihre Bekämpfungsstrategien wieder aufgenommen. Fachleute gehen davon aus, dass sich die Art zwar eindämmen, aber dauerhaft nicht vollständig beseitigen lässt.

In der Stadt Landau wird seit Ende März erneut Kieselgur auf befallene Flächen ausgebracht. Dabei handelt es sich um ein feines Pulver aus fossilen Algen, das die schützende Außenhülle der Ameisen beschädigt und sie austrocknen lässt. Diese Methode wird bereits seit mehreren Jahren eingesetzt und gilt als wichtiger Bestandteil der lokalen Bekämpfungsstrategie.

Neben Kieselgur kommen in der Region verschiedene weitere Mittel und Maßnahmen zum Einsatz. Dazu zählen chemische Präparate, mechanische Barrieren sowie punktuelle Anwendungen von heißem Wasser. Ziel ist es, die Ausbreitung der Kolonien zu verlangsamen und besonders stark betroffene Bereiche zu entlasten. Trotz dieser Anstrengungen bleibt der Aufwand hoch, da die Ameisen bei warmem Wetter sehr aktiv sind und sich schnell erneut ausbreiten können.

In der Verbandsgemeinde Edenkoben konnten durch die Maßnahmen im vergangenen Jahr zahlreiche Kolonien deutlich geschwächt werden. Dennoch sind weiterhin viele Nester vorhanden, und an einzelnen Orten wurden neue Befallsstellen festgestellt. Besonders in dicht besiedelten Bereichen oder rund um öffentliche Gebäude treten die Insekten verstärkt auf.

Die Kommunen setzen deshalb auch auf die Mithilfe der Bevölkerung. Eine koordinierte Bekämpfung gilt als entscheidend, um die Ausbreitung der Ameisen einzudämmen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass nicht alle Ameisenarten schädlich sind. Heimische Arten erfüllen wichtige Aufgaben im Ökosystem, etwa bei der Bodenbelüftung oder der Zersetzung organischer Stoffe, und stehen unter Schutz.

Die invasive Art Tapinoma magnum stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und hat sich in den vergangenen Jahren in mehreren Orten der Pfalz ausgebreitet. Die Tiere können Straßen und Gehwege unterhöhlen, in Gebäude eindringen und dort erhebliche Schäden verursachen. Besonders betroffen sind derzeit unter anderem Limburgerhof, Herxheim, Landau, die Verbandsgemeinde Edenkoben, Speyer und Neustadt an der Weinstraße.

Auch in Zukunft wird der Umgang mit der Ameisenart eine langfristige Aufgabe für Kommunen und Anwohner bleiben. Ziel bleibt es, die Populationen möglichst klein zu halten und Schäden an Infrastruktur und Gebäuden zu begrenzen.

 

 

Quelle: tagesschau | Foto: Symbolbild

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Datum: 20.04.2026
Rubrik: Lokales
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